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		<title>Heute erneut Großdemonstration</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 10:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oli</dc:creator>
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Demoroute verläuft so:
3.9. Großdemo auf einer größeren Karte anzeigen
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.unsere-stadt.org/wp-content/uploads/2010/09/100830_flyer_demo.jpg" alt="Demo0309" /></p>
<p>Demoroute verläuft so:</p>
<p><iframe width="650" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;t=h&amp;msa=0&amp;msid=108739586323994805544.00048f20a8282b21b9e9d&amp;ll=48.780119,9.182339&amp;spn=0.009898,0.027895&amp;z=15&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;t=h&amp;msa=0&amp;msid=108739586323994805544.00048f20a8282b21b9e9d&amp;ll=48.780119,9.182339&amp;spn=0.009898,0.027895&amp;z=15&amp;source=embed" target="_blank" >3.9. Großdemo</a> auf einer größeren Karte anzeigen</small></p>
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		<title>Weck das Tier in dir!</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 06:35:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Du stehst hier schon den ganzen Tag.
Die Sonne brennt dir auf den Kopf.
Der Bagger dröhnt dir in den Ohren.
Der Staub liegt dir auf der Lunge.
Die Menschen sind aufreizend friedlich.
Sie sagen dir, dass du zu ihnen gehörst.
Es reicht dir, denn du bist ein echter Kerl dank Mappi!
Und du hast Hunderte hinter dir.
Also los, nimm
KNÜPPLOFLINK*
Weck das Tier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.action-stuttgart.com/101_Politik6_MappusProtest/source/65.html" target="_blank">Du stehst hier schon den ganzen Tag.</a><br />
Die Sonne brennt dir auf den Kopf.<br />
Der Bagger dröhnt dir in den Ohren.<br />
Der Staub liegt dir auf der Lunge.<br />
Die Menschen sind aufreizend friedlich.<br />
Sie sagen dir, dass du zu ihnen gehörst.<br />
Es reicht dir, denn du bist ein echter Kerl dank Mappi!<br />
Und du hast Hunderte hinter dir.<br />
Also los, nimm</p>
<h2>KNÜPPLOFLINK*</h2>
<p><a href="http://www.action-stuttgart.com/101_Politik6_MappusProtest/source/56.html" target="_blank">Weck das Tier in dir!</a></p>
<h6>*KNÜPPLOFLINK ist ein Produkt der Rech &amp; Stumpf Pharmaceutics Ltd. / Bekannte Nebenwirkungen: KNÜPPLOFLINK vermindert das Zählvermögen bis um das Dreifache</h6<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=xdH9mFPMUNE&amp;amp;feature=youtu.be" target="_blank">P.S.: Wir lassen uns nicht provozieren. Wir bleiben friedlich!</a></p>
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		<title>Chile ist gleich hinterm Stöckach</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 23:09:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>putte</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Chile]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine verrückte Zeit in der noch verrücktere Dinge passieren. Ein Freund ist Chilene, wohnt in Stuttgart. Sein Oberbürgermeister verweilt derzeit genau dort, wo seine Cousins und sein Onkel wohnen. Als Herr Schuster nun einen neuen Platz mit dem Namen &#8220;Stuttgart&#8221; in Santiago de Chile einweihen wollte, geschah folgendes:

Sehr schräg, nicht nur die Kamera.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine verrückte Zeit in der noch verrücktere Dinge passieren. Ein Freund ist Chilene, wohnt in Stuttgart. Sein Oberbürgermeister verweilt derzeit genau dort, wo seine Cousins und sein Onkel wohnen. Als Herr Schuster nun einen neuen Platz mit dem Namen &#8220;Stuttgart&#8221; in Santiago de Chile einweihen wollte, geschah folgendes:</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/znTbYgeVhSM?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/znTbYgeVhSM?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p>Sehr schräg, nicht nur die Kamera.</p>
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		<title>Die Stuttgarter Zeitung(en) und die Demokratie</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 10:51:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>putte</dc:creator>
				<category><![CDATA[S21]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Unsere Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein sehr interessanter Artikel der StZ findet sich hier. Darin das folgende Zitat:
Die Stuttgarter Zeitung hat schon lange eine klare Haltung zu Stuttgart  21: Wir sehen das Vorhaben positiv, weil wir in dem Ausbau der  Schieneninfrastruktur eine große Chance für die Stadt, für die Region  und das Land sehen
Würde das nicht bedeuten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sehr interessanter Artikel der StZ findet sich <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2612611_0_9223_-stuttgart-21-die-zeitung-muss-stellung-beziehen.html" target="_blank">hier</a>. Darin das folgende Zitat:</p>
<blockquote><p>Die Stuttgarter Zeitung hat schon lange eine klare Haltung zu Stuttgart  21: Wir sehen das Vorhaben positiv, weil wir in dem Ausbau der  Schieneninfrastruktur eine große Chance für die Stadt, für die Region  und das Land sehen</p></blockquote>
<p>Würde das nicht bedeuten, dass man als schreibender Redakteur jene von oben diktierte klare Haltung einzuhalten hat? Ein mir sehr befremdlicher Gedanke, der mich unweigerlich an den Begriff &#8216;Gleichschaltung&#8217; erinnert. In der Umsetzung aber sieht man auch, dass Journalisten wie Jörg Nauke in den Redaktionsräumen der StZ den zivilen Ungehorsam proben. Eine kleine Genugtuung allemal.</p>
<p>Weit schlimmer ists da um die Stuttgarter Nachrichten bestellt. Als wir mit &#8216;Unsere Stadt&#8217; Anfang des Jahres ein Interview mit ihnen hatten wurde uns auch gesagt, dass die StN eine deutliche Position in Sachen Tiefbahnhof vertreten. Unschwer zu erkennen, welche das ist. Dort wird dieses Dogma dann auch vorzüglich umgesetzt.</p>
<p><strong>&#8220;Ha du, da stehts doch schwarz auf weiss&#8221;, oder: &#8220;Ich habs doch in der Zeitung gelesen!&#8221;</strong></p>
<p>Hinter jedem Artikel einer Zeitung steht ein einzelner Mensch mit einer einzelnen, persönlichen Meinung. Es ist lediglich das gedruckte Wort, &#8220;schwarz auf weiss&#8221;, das uns eine erhöhte Bedeutung suggerieren kann. Das sollten wir nicht vergessen, ganz egal wie etabliert der Name des Auftraggebers, in diesem Falle der Zeitung, auch sein mag.</p>
<p>Apropos Auftraggeber: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdwestdeutsche_Medien_Holding" target="_blank">Beide Zeitungen gehören ein und demselben Verlag an.</a></p>
<p>Die gute Nachricht zuletzt ist die, dass wir dank des Internets die Möglichkeit haben uns zum selben Thema verschiedene Berichterstattungen der Medien zu Gemüte führen können. Gut so.</p>
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		<title>Worüber sollen wir reden?</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 07:21:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[S21]]></category>
		<category><![CDATA[Gesprächsangebot]]></category>
		<category><![CDATA[Grube]]></category>
		<category><![CDATA[runder Tisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Grundsätzlich ist es gut, miteinander zu reden. Daher ist es auch wichtig, jetzt konstruktive Vorschläge für mögliche realistische Gesprächsszenarien aufzuzeigen. Mein Dank daher auch an Putte für seinen hier veröffentlichten Vorschlag. Es ist meines Erachtens aber nötig, noch einmal einen Schritt zurück zu gehen und kurz die Absurdität des Grubschen Vorschlags aufzuzeigen.
Herr Grube möchte angesichts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Grundsätzlich ist es gut, miteinander zu reden. Daher ist es auch wichtig, jetzt konstruktive Vorschläge für mögliche realistische Gesprächsszenarien aufzuzeigen. Mein Dank daher auch an Putte für seinen <a href="http://www.unsere-stadt.org/?p=1740">hier veröffentlichten Vorschlag</a>. Es ist meines Erachtens aber nötig, noch einmal einen Schritt zurück zu gehen und kurz die Absurdität des Grubschen Vorschlags aufzuzeigen.</p>
<p><a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-21-bahnchef-will-gegner-treffen.86e4c79a-7abf-4965-b38f-77d123dce27e.html">Herr Grube möchte angesichts des großen Widerstands reden</a>. <strong>Kommunikativ sei da einiges schief gelaufen</strong>, sagt er. Genau dasselbe hat er auch schon an einem Freitag im Januar vor seinem Besuch im LBBW-Forum vor versammelter Zehntausendschaft gesagt. Passiert ist danach bis auf eine teure wie alberne neue Werbekampagne nichts. Er und alle Projektverantwortlichen haben sich weggeduckt. Und natürlich die ein oder andere Provokation, wie jetzt im Moment zum Beispiel, vom Stapel gelassen.</p>
<p><img src="http://www.unsere-stadt.org/wp-content/uploads/2010/08/Bild-61.png" alt="Provokation" /></p>
<p>Herr Grube möchte einen runden Tisch einrichten, auf dem <strong>die Wahrheit gesagt, Fakten offengelegt und keine Informationen zurückgehalten</strong> werden. Mit Verlaub: In der Bevölkerung ist angesichts der Veröffentlichungen der Medien in den vergangenen Wochen der Eindruck entstanden, dass es eigentlich nur bei der Bahn ein Defizit an Wahrheit, offengelegten Fakten und nicht zurückgehaltetenen Informationen gibt. Daher ist Herr Grube am Zug, diesen Versäumnissen nachzukommen. Ob er die gesamten Aktenordner zum Projekt Stuttgart 21 &#8211; und vor allem diejenigen, die er bisher verheimlicht hat &#8211; auf einen runden oder eckigen Tisch legt, ist eigentlich völlig egal. Nur braucht er dafür keine Gesprächspartner.</p>
<p>Herr Grube möchte mit den Gegnern reden. Dazu fallen ihm aber zunächst mal nur <strong>Politiker</strong> ein. Ihm ist wohl entgangen, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Gegner gerade deshalb mit dem Projekt so unzufrieden ist, weil es sich von &#8220;denen da oben&#8221; übergangen fühlt. Daher wäre es eher kontraproduktiv nur auf schwarze und grüne Politiker zu setzen. Es sei denn, es geht Herrn Grube überhaupt nicht um einen konstruktiven Dialog, der die Lage entspannt, sondern lediglich um einen strategischen Schachzug. Im Hinblick auf die anstehenden Landtagswahlen könnten so die grünen Überflieger entweder für eine schwarz-grüne Koalition &#8220;fit&#8221; gemacht oder nach Möglichkeit durch eine Beteiligung am Projekt in Diskredit gebracht werden. <strong>Vertrauen</strong> wird Herr Grube durch ein solches Gespräch jedoch nicht schaffen.</p>
<p>Herr Grube möchte <strong>die Erregung mildern</strong>. Das gelingt weder mit der gewünschten Konstellation, noch mit dem die demonstriernde Bevölkerung desavouierenden Hinweis, man müsse sich nun endlich verhalten wie <strong>erwachsene Leute</strong>, noch mit der <strong>Ablehnung eines Baustopps</strong> während der Gespräche.</p>
<p>Der Sinn eines Gesprächs unter diesen Voraussetzungen tendiert gegen null. Um die Lage nachhaltig zu befrieden gibt es nur einen einzigen Weg: Die Projektpartner müssen sich zusammensetzen und vereinbaren, dass man den Fortgang des Projekts von einem selbst initiierten Bürgerentscheid abhängig macht. Dann können runde Tische eingerichtet und Arumente ausgetauscht, Vertrauen geschaffen und Erregung gemildert werden. Und sollte sich dann eine Mehrheit der Bevölkerung für Stuttgart 21 aussprechen, müssten das die Gegner ebenso klaglos akzeptieren wie umgekehrt.</p>
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		<title>Weich gegen hart &#8211; her mit dem runden Tisch</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 18:52:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>putte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Baden Württemberg]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Macher gehen in die Offensive und bieten einen runden Tisch an. An der Seite von Bahnchef Grube sollen Landespapa Stefan Mappus und die Verkehrsministerin Baden Württembergs, Tanja Gönner, (beide CDU) auf eine Delegation der Kopfbahnhoffreunde treffen. Wie soeben auf SPIEGEL online gelesen, wurde diesem Wunsch wohl eine Absage erteilt. Grund: Baustopp ist Bedingung fürs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Macher gehen in die Offensive und bieten einen runden Tisch an. An der Seite von Bahnchef Grube sollen Landespapa Stefan Mappus und die Verkehrsministerin Baden Württembergs, Tanja Gönner, (beide CDU) auf eine Delegation der Kopfbahnhoffreunde treffen. Wie soeben auf <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,714468,00.html" target="_blank">SPIEGEL online</a> gelesen, wurde diesem Wunsch wohl eine Absage erteilt. Grund: Baustopp ist Bedingung fürs Gespräch, sagt die Kopfbahnhoffraktion. Grube aber wird seinen Kurs nicht ändern. Nichteinmal eine Baupause während der Unterredung käme für ihn infrage. Das ginge aus vertraglichen Gründen  nicht und würde nur unnötige Mehrkosten bedeuten, sagte er.</p>
<p>Es erscheint auf den ersten Blick nachvollziehbar, dass das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 so reagiert, denn Sinn und Unsinn dieses Gespräches sind wahrscheinlich bereits im Vorfeld ausmachbar. Hier eine überaus knappe Zusammenfassung eines möglichen Szenarios des Gespräches:</p>
<p><em>Tiefbahnhof: Wir bauen. Hören Sie bitte auf zu demonstrieren.</em></p>
<p><em>Kopfbahnhof: Nö. Hören Sie bitte auf zu bauen.</em></p>
<p><em>Tiefbahnhof: Nö. Wir können aber gerne noch einen Kaffee zusammen trinken.</em></p>
<p>Ich plädiere dennoch für eine Zusage seitens der Kopfbahnhofbefürworter, aus einem ganz bestimmten Grunde:</p>
<p>Die Stuttgarter Protestbewegung besticht vor allem aufgrund ihres nicht von der Politik instrumentalisierten Charakters, der sich aus  allen Gesellschaftsschichten und Altersklassen zusammensetzt. Hier liegt diese anziehende Sympathie. Nicht umsonst blickt die Nation derzeit augenreibend in unseren Kessel, entspricht dieser bunte Widerstand doch nicht dem gängigen Klischee anderer Proteste. Diesem womöglich entscheidenden Umstand müsste Folge geleistet werden, würde es an den runden Tisch gehen.</p>
<p><img src="http://www.unsere-stadt.org/wp-content/uploads/2010/08/lebendigkeit1-200x300.jpg" alt="rundertisch" /></p>
<p>Es wäre aus meiner Sicht fatal, schädigend und den Demonstrierenden gegenüber respektlos, würde man das Gespräch vor allem zu einem Schlagabtausch von Politikern zweier Parteien machen &#8211; CDU versus Grüne. Das würde jener alten Schule entsprechen, die dieser Bewegung für den Kopfbahnhof keinesfalls entspricht. Alleine das mediale Bild, die Parteinamen in Klammern hinter den Beteiligten, wäre der Sache nicht gerecht.</p>
<p>Selbstverständlich braucht es einen sachkundigen Verkehrsexperten, der sich umfassend mit der Thematik Stuttgart 21 auseinandergesetzt hat. Denn auf dieser (und der finanziellen) Ebene werden die Projektbefürworter argumentieren. Und nur auf dieser. Deshalb:</p>
<p>Es ist wichtig, <em>die weichen Faktoren</em> dieses Widerstands angemessen zu vertreten. Wer also käme für diese Aspekte in Frage? Gesetzt wäre für mich in jedem Falle Walter Sittler. Der Schauspieler versteht es, die Belange vieler bürgernah auf besonnene Weise zu artikulieren. Auch Hannes Rockenbauch bekäme meine Unterstützung, schafft er es doch dem Bild eines Politikers einen neuen, frischen Anstrich zu verleihen. Ein weiterer Kandidat könnte Volker Lösch sein. Der Regisseur vermag es ebenso in eigener Sprache für das Ansinnen der Demonstranten aufzutreten.</p>
<p>Obschon der unbewegliche Ausgang eines solchen Aufeinandertreffens absehbar wäre, sähe ich eine große Chance für die angesprochene Aussendarstellung der medialen Berichterstattung: Rationalität gegen Lebendigkeit. Letzteres ist das große Potenzial der Protestbewegung und es würde mich regelrecht ärgern, käme diese Stärke gegenüber Grube, Mappus und Gönner nicht zu einer angemessenen Geltung. Abschliessend will ich in die Vollen gehen:</p>
<p>&#8220;Das Weiche besiegt das Harte&#8221; (Laotse)</p>
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		<title>Mutti, die Männer mit dem Öl sind da!</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 16:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsere Stadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Zunächst zwei Dinge vorweg:
1. Jedwede Form der Gewalt auf Demonstrationen ist inakzeptabel &#8211; von allen Seiten.
2. Wer heute noch die Unverfrorenheit besitzt von einem einwandfrei demokratisch legitimierten Projekt zu reden, tritt eben diese Demoktratie mit Füßen: nach all den an die Oberfläche gelangenden, bislang unter Verschluss gehaltenen Papieren und Verflechtungen; nach der stetig wachsenden Zahl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst zwei Dinge vorweg:</p>
<p>1. Jedwede Form der Gewalt auf Demonstrationen ist inakzeptabel &#8211; von allen Seiten.</p>
<p>2. Wer heute noch die Unverfrorenheit besitzt von einem einwandfrei demokratisch legitimierten Projekt zu reden, tritt eben diese Demoktratie mit Füßen: nach all den an die Oberfläche gelangenden, bislang unter Verschluss gehaltenen Papieren und Verflechtungen; nach der stetig wachsenden Zahl an Bürgern aller Schichten, die aus vielfältigen Gründen gegen das Projekt sind und von Ihren Vertretern ignoriert werden; nach all den Täuschungsmanövern der Verantwortlichen, wie beispielsweise die seit <a href="http://www.archive.org/details/Stuttgart_1997">1997 vereitelte Bürgerbeteiligung</a>.</p>
<p>Ein paar Worte zu den Vorwürfen der <a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-21-polizei:-es-wurden-grenzen-ueberschritten.caf87248-7a74-4e21-8b45-87f5b3fd09c1.html">Herren Stumpf</a> und <a href="http://stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2606640_0_9223_-nachrichtenticker-alle-sieben-demonstranten-frei.html">Rech</a> zum vergangenen Mittwochabend:</p>
<p>1. Ein verlässliches Bild einer Situation lässt sich, wenn überhaupt, am besten dann zeichnen, wenn man sie mit eigenen Augen gesehen hat. Zur Demonstration und den Folgeaktionen am Mittwoch abend können die Herren Rech, Stumpf et al. aber bestenfalls nur aus dritter Hand berichten. Denn die für das Projekt Verantwortlichen und ihre Verwaltungsobersten trauen sich selbstverständlich nicht (mehr) unters Volk. Das beweisen der Stuttgarter OB im geistigen Ruhestand und seine Projektkollegen nun schon seit geraumer Zeit.</p>
<p>2. Der Vorwurf, Feuerwehr und Rettungskräfte wären behindert worden, bezieht sich vor allem auf die blockierten Kreuzungen. Als Augenzeuge an der Kreuzung Heilbronner/Friedrich/Kriegsberg kann ich nur betonen, dass die Demonstranten bereits bei einem sich auch nur entfernt nähernden Krankenwagen unverzüglich und ohne Aufforderung eine Gasse frei gemacht haben. Blockiert wurden diese Fahzeuge ausschließlich nur von dem quer auf der Fahrbahn stehenden Streifenwagen, der auf der Friedrichstaße keinen Sinn darin sah mal einen Meter vor oder zurückzuweichen um den mit Blaulicht und Sirene herannahenden Krankenwagen eine reibungslose Durchfahrt zu ermöglichen.<br />
Was den Feuerwehr-Vorfall angeht, befragen Sie vielleicht zunächst einmal den einsamen Streifenpolizisten, den Sie von 18 Uhr (oder sogar früher) bis 24 Uhr (oder sogar noch länger) alleine an dieser Kreuzung Dienst schieben ließen. Der überaus freundliche Beamte wird Ihnen sicher gerne bestätigen, dass die zwei Feuerwehrfahrzeuge, die aus der Kriegsbergstraße anrückten, ohne Verzögerung an der Ampel hielten und alle Signale ausschalteten. Dort verharrten sie eine Weile. Auf Nachfrage einiger Demonstranten, ob sie hier passieren wollen, hieß es, ein es gäbe einen Feueralarm im Hotel Rieker. An besagtes Hotel wären sie allerdings ohne jegliche Behinderung über die komplett freie Friedrichstraße gekommen. (Darüber hinaus fragten einige Demonstranten im Hotel Rieker nach. Von einem Feueralarm wusste man dort nichts.) Die Feuerwehr änderte plötzlich ihr Ansinnen, drehte stillschweigend um und fuhr gemütlich von Dannen. Mit kurzer zeitlicher Verzögerung waren über den Arnulf-Klett-Platz drei Feuerwehrfahrzeuge (nur mit Blaulicht, das sie nach Halt sogleich löschten) vor dem Hotel Steigenberger zum Halt gekommen &#8211; fuhren allerdings nach wenigen Minuten ebenso unverrichteter Dinge davon. Daraus nun eine mutwillige Behinderung von Einsatzfahrzeugen durch friedliche Demonstranten zu konstruieren, ist eine ungeheuerliche Verdrehung der Tatsachen.</p>
<p>3. Wenn nun, da die Legitimierung des Projekts durch demokratische Gremien zusehends in Frage gestellt werden muss, weil eben diesen Gremien relevante Informationen vorenthalten wurden, dennoch mit aller Gewalt, gegen alle Bedenken, die Baumaßnahmen umgesetzt werden, fragt sich doch, wer hier Gesetze übertritt &#8211; auch jene ungeschriebenen des Zusammenlebens. Auf den Rechtstaat und seine umsetzenden Behörden scheint man hierbei vertrauen zu dürfen. Der Zoll scheint beispielsweise kein besonderes Interesse daran zu haben, die Augen vor der S21-Baustelle zu schließen.</p>
<p>4. Dass Eier- und Flaschenwerfen definitiv NICHT zum zivilen Ungehorsam gehören, ist vollkommen unstrittig. Doch was ziviler Gehorsam darf, das entscheiden nicht Sie, Herr Rech, sondern im Zweifelsfall Gerichte. Ihre Aussage jedoch, es ginge nicht, eine Stadt lahmzulegen, ist weder ein Urteil noch ein Gesetz, sondern lediglich Ihre Meinung. Auch wenn es Ihnen schwer fallen mag, wenn jemand nicht Ihrer Meinung ist &#8211; kriminell ist das nicht. (Im Gegensatz zum Verkehrsinfarkt, den die S21-Baustelle über viele Jahre bringen würde.)</p>
<p>5. Arroganz und Ignoranz gegenüber der Bevölkerung, provozieren Wut. Die Bürger bringen diese bisher mit bewunderswert friedlichen Demonstrationen zum Ausdruck &#8211; und ich hoffe inständig, dass das auch so bleibt. Wenn Sie nun aber versuchen durch Ihre Pauschalverurteilungen diese friedlichen Demonstranten zu kriminalisieren, dann ist das lediglich eine weitere Provokation, deren Ziel nur allzu deutlich zu erkennen ist: Viel Öl in den den Brand zu gießen, der in dieser Stadt ohnehin schon schwelt. </p>
<p>Dabei muss eines doch ganz klar sein: Nicht die vielen Tausend friedlichen Demonstranten, die den Willen der Mehrheit der Bevölkerung auf die Straße trägt, stören den sozialen Frieden dieser Stadt. Das tun diejenigen, die entgegen diesem Willen und allen Bedenken, seit Wochen &#8220;Fakten zu schaffen&#8221;. Die reißen in Stuttgart nicht nur ein denkmalgeschützes Gebäude, sondern auch Grundlagen gesellschaftlichen Miteinanders ein.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>aktuelle ZEIT-Umfrage</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 07:05:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsere Stadt]]></category>

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		<description><![CDATA[You&#8217;ve got mail: Die Ergebnisse der ZEIT-Umfrage zu Stuttgart 21 vom 19.8. . Leider sind keine Angaben über die Anzahl der Befragten oder die Möglichkeit von Mehrfachwertungen angegeben (shame on you, ZEIT!)&#8230;
Dementsprechend veröffentlichen wir sie hier unkommentiert.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>You&#8217;ve got mail: Die Ergebnisse der ZEIT-Umfrage zu Stuttgart 21 vom 19.8. . Leider sind keine Angaben über die Anzahl der Befragten oder die Möglichkeit von Mehrfachwertungen angegeben (shame on you, ZEIT!)&#8230;</p>
<p>Dementsprechend veröffentlichen wir sie <a href="http://www.unsere-stadt.org/wp-content/uploads/2010/08/zeitbrief.jpg" rel="lightbox[1670]">hier</a> unkommentiert.</p>
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		<title>Fortschrott 21?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 09:14:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>putte</dc:creator>
				<category><![CDATA[S21]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Unsere Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Fortschrott]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Stillstand]]></category>

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		<description><![CDATA[Stuttgart 21 steht für vieles. Wieder fallen diese Begriffe: Fortschritt, Wachstum, Wettbewerb, Zukunft.
Oder gegenteilig im Umkehrschluss: Stillstand, Stagnation, Verlust, Vergangenheit.
Diese Worte werden vielfältig interpretiert und verknüpft: Ewiggestrige, Verweigerer, Denkmalschutz, Ökos, etc.
Ich wünsche mir eine Debatte, so öffentlich und umfassend wie nur möglich, über genau diese Begrifflichkeiten. Allein der Terminus &#8216;Fortschritt&#8217; gehört meines Erachtens nach zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stuttgart 21 steht für vieles. Wieder fallen diese Begriffe: Fortschritt, Wachstum, Wettbewerb, Zukunft.<br />
Oder gegenteilig im Umkehrschluss: Stillstand, Stagnation, Verlust, Vergangenheit.<br />
Diese Worte werden vielfältig interpretiert und verknüpft: Ewiggestrige, Verweigerer, Denkmalschutz, Ökos, etc.</p>
<p>Ich wünsche mir eine Debatte, so öffentlich und umfassend wie nur möglich, über genau diese Begrifflichkeiten. Allein der Terminus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fortschritt" target="_blank">&#8216;Fortschritt&#8217;</a> gehört meines Erachtens nach zur besten Sendezeit diskutiert und morgens um 9 wiederholt. Ich beklage die Selbstverständlichkeit im Umgang damit, scheint doch beinahe jeder genauestens zu wissen, was es inhaltlich damit auf sich hat. Ist dem so? Ich denke nicht.</p>
<p>Fortzuschreiten bedeutet im Wortlaut etwa &#8220;voranzukommen&#8221;. Die Bewegung von A nach B nach C, und so weiter. Einen Weg zu bestreiten, aufbauend auf die Vergangenheit, weg vom bereits Gewesenen. Im neutralen Sinne befürworte ich das sehr, möchte ich doch selbst nicht auf der Stelle tappen um dem mir Neuen aufgeschlossen zu sein. So tickt der Mensch, er verharrt nicht gerne im immer gleichen. Das beweist, im Großen, die Geschichte unserer Geschichte.</p>
<p>Idealerweise geschieht das lernend, sachlich wie auch moralisch. Aus Fehlern Schlüsse ziehen, hin zur (Ver)besserung. Also sehe ich mich um und frage nach, ob dieses Bestreben tatsächlich stattfindet. Die Antwort auf diese Frage fällt sehr unterschiedlich und subjektiv aus. Gerade das habe ich in den letzten 9 Monaten, in der gezielten Auseinandersetzung mit Stuttgart 21, im Besonderen zu spüren bekommen.<br />
Sei es in der direkten Kommunikation mit Gegnern und Befürwortern dieses Projekts, oder aber durch die mediale Berichterstattung auf mittlerweile sämtlichen Kanälen. Es ist faszinierend, ermunternd und deprimierend zu bemerken, wie verschieden ein Tenor ausfallen kann, steht doch hinter jedem Artikel einer Zeitung meist ein einziger Mensch, der seine Sicht der Dinge zu Papier bringt. Ähnlich sieht es mit den Redakteuren all der diversen Beiträge im TV aus. Wer berichtet wie, worauf wird das Augenmerk gelegt? Was ist, im Sinne des jeweiligen Auftraggebers, tendenziell, wo denke ich Objektivität zu erkennen? Und: Bin ich überhaupt in der Lage, Objektivität zu erkennen? Ich weiss nicht, ob ich das kann, ob wir das können.</p>
<p><strong>Doch zurück zur Bahnhofstieferlegung und den Begrifflichkeiten </strong></p>
<p>&#8220;Wenns nach euch ginge, fahren wir bald wieder mit Pferdekutschen durchs Land.&#8221;</p>
<p><img src="http://www.unsere-stadt.org/wp-content/uploads/2010/08/Pferdekutsche-300x183.jpg" alt="pferdekutsche" /></p>
<p>Das habe ich, so oder so ähnlich, in lokal-einschlägigen Kommentarspalten des Internets nun schon öfter zu lesen bekommen, gerichtet an Menschen wie mich, die einen sanierten, renovierten und optimierten Kopfbahnhof befürworten. Woher kommt diese Interpretation?<br />
Kaum einer will zurück zur Pferdekutsche, jedenfalls kenne ich niemanden der so wünscht. Dafür kenne ich umso mehr Menschen, die die vorhandene Mobilität nicht nur als ausreichend empfinden, sondern sogar schätzen. Wir fliegen, fahren und schwimmen. Wir sind schnell geworden, bequem und effizient. Von A nach B und wieder zurück. Gerade wir, in unseren kapitalistischen Gesellschaften, haben dies längst erreicht und das mit grosser Bravour.</p>
<p>Um was also gehts, was zählt? Wie sehr kann man die Silbe &#8216;fort&#8217; des Begriffes &#8216;Fortschritt&#8217; übertreiben? Ich will eigentlich lieber &#8216;hin&#8217; als fort. Hin zu euch, hin zu mir. Das kann mir kein Zug und keine Schiene dieser Welt bieten. Deshalb: Was verbirgt sich im Jahre 2010 hinter diesem vielbesagten Begriff des  &#8216;Fortschritts&#8217;?</p>
<p>Ich glaube es wird allerhöchste Eisenbahn, dieses Wort auch emotional greifbar zu machen. Zu fragen, wie wir leben wollen, was bisher bereits erreicht wurde, wohin wir streben. Abseits all der im Überfluss vorhandenen Technokratie, die unser Leben anscheinend bestimmt. Einhalt gebieten, ein bischen Stillstand zur Reflexion. Und dann erst entscheiden, wohin die Reise gehen soll, im Sinne aller.</p>
<p>Fortschritt oder Fortschrott?</p>
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		<title>Ich bin ein Politiker, holt mich hier raus!</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 18:29:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Baden Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[S21]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist reine Theorie. Aber eine, die gar nicht so schlecht klingt. Stuttgart 21 könnte leichter in die senkrechte Ablage wandern, wenn sich den Politikern unter den S21-Protagonisten eine Möglichkeit bieten würde, aus dem Projekt auszusteigen, ohne dabei ihr Gesicht zu verlieren. Das leuchtet ein: Politiker wollen vor allem eines: Wahlen gewinnen. Und das wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist reine Theorie. Aber eine, die gar nicht so schlecht klingt. Stuttgart 21 könnte leichter in die senkrechte Ablage wandern, wenn sich den Politikern unter den S21-Protagonisten eine Möglichkeit bieten würde, aus dem Projekt auszusteigen, ohne dabei ihr Gesicht zu verlieren. Das leuchtet ein: Politiker wollen vor allem eines: Wahlen gewinnen. Und das wird für CDU, FDP und vor allem die SPD von Tag zu Tag unwahrscheinlicher. Im Fall der CDU hat das auch eine bundespolitische Dimension: scheitert Mappus im kommenden März, verliert Frau Merkel den einzigen veritablen Kettenhund, der auch für die konservativsten Niederungen der CDU kläffen kann. Daher erscheint es nicht so unwahrscheinlich, dass die ein oder andere Politikgröße am liebsten gestern als heute ihr Fähnchen in die geänderte Windrichtung von Volkes Stimmung halten würde. Aber wie aus dem Projekt aussteigen, von dem man die ganze Zeit so begeistert war, ohne den allerletzten Hauch Glaubwürdigkeit zu verlieren?<br />
Mit der Veröffentlichung der <a href="http://www.fr-online.de/politik/tricksen-und-taeuschen/-/1472596/4573076/-/index.html">Frankfurter Rundschau</a> am Freitag hat sich da eine Chance auf ein kleines, feines Ausstiegsszenario mit Gesichtswahrungs-Garantie für die verantwortlichen Politiker ergeben.</p>
<p>Bewahrheitet sich das zitierte &#8220;geheime Papier&#8221;, fliegt Herrn Grube der ganze Laden nämlich um die Ohren. Die bislang in Verantwortung stehenden Politiker können mit größtmöglicher Empörung betonen, dass sie aber auch gar nichts von diesen Fakten gewusst haben &#8211; Grube sie also böswillig hinters Licht geführt hat. Eiligst wird eine genaueste Untersuchung veranlasst, Grube (mit einer ordentlichen Abfindung, versteht sich) in die Wüste geschickt und das unwirtschaftliche Projekt schließlich gestoppt. Die Politiker können sich sogar als kleine Helden feiern lassen und hoffen, dass das Urteil des Volkes danach ein wenig milder ausfällt.</p>
<p>Extra-Bonbon für CDU-Politiker dabei: SPD-Mann Wolfgang Drexler hat sich mit seinem vorschnellen Dementi vom Freitag selbst abgeschossen. Selbst wenn er glaubhaft machen kann, dass er die Informationen wirklich nicht kannte. Das glauben wir ihm sofort! Spötter behaupten ja ohnehin, er habe als &#8220;Ausbildung&#8221; für sein Amt als Mister 21 lediglich eine Werbebroschüre zum Auswendiglernen bekommen &#8211; und aus der zitiert er seither und wiederholt mantra-artig die 1,4 Milliarden-Ausstiegs-Keule.</p>
<p>Dieses Szenario gilt im Übrigen nicht für Wolfgang Schuster. Denn er muss und will keine Wahlen mehr gewinnen. Genau genommen, vermittelt er in beeindruckender Weise, dass er ohnehin mit dieser Stadt und seinem Amt abgeschlossen hat. Für ihn als glühendsten Anhänger von Stuttgart 21 ist mit der Kassierung des Projekts der passende Moment zum Rücktritt gekommen.</p>
<p>Erleichterung auf allen Seiten.</p>
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