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Die Maus erklärt Demokratie / Folge 2: Meinungsfreiheit
Das haben sich die klugen, alten Leute, die die Regeln auf Papier geschrieben haben, wie wir zusammenleben sollen, sehr schön ausgedacht: Jeder soll sagen dürfen, was er denkt. Auch wenn jemand anders anders denkt und es dem dann nicht so gut gefällt. Nur schlimm beschimpfen soll man sich nicht. Und auch nix fordern, was über die Regeln hinausgeht oder die Regeln abschaffen will. Ansonsten ist es ok alles offen zu sagen.
Das ist vor allem deshalb wichtig, weil wir ja (siehe Folge 1: Wahlen) nicht alle selbst bestimmen, wo es lang geht, sondern Verteter wählen, die das für uns tun. Und bei denen kann es vorkommen, dass sie viel versprechen, bevor sie gewählt werden, dann aber wegen der Situation, die sie vorher ja nicht so gut einschätzen konnten, wenig bis nichts davon umsetzen. Die Leute, die sie gewählt haben sind dann verständlicherweise ziemlich sauer und sagen das ab und zu (inzwischen immer häufiger) auch laut. Damit unsere gewählten Vertreter nicht einfach die Polizei schicken können, um die lautstarken Unzufriedenen in den Kerker zu stecken, damit die anderen Wähler sie nicht hören können und dann selbst unzufrieden werden, haben die klugen, alten Leute eben die sogenannte Meinungsfreiheit festgeschrieben. Und die gilt in Deutschland seit über 60 Jahren.
Allerdings gefällt es den gewählten Vertretern verständlicherweise nicht, dass man sie und ihre Arbeit – ein schwammiger Begriff, den erklärt die Maus ein anderes Mal – kritisiert. Da es aber gegen die Regeln wäre, wenn sie das den meckernden Leuten verbieten würden, versuchen sie immer wieder zu behaupten, dass die Leute, die kritisieren selbst gegen die Regeln verstoßen, damit sie damit aufhören. Zum Beispiel behaupten die Vertretrer dann, daß die meckernden Leute es nicht beim Meckern lassen, sondern sie bald möglicherweise auch beschimpfen, verhauen oder ihnen noch Schlimmeres antun, zum Beispiel ihnen die Nahrung wegnehmen. Das müssen die gewählten Vertreter tun, damit sie auch bei der nächsten Wahl wieder gewählt werden. Denn wenn immer mehr Leute sagen, dass sie nicht damit zufrieden sind, wird es für die Vertreter bei der nächsten Wahl eng.
Das glaubt ihr nicht? Dann lest mal das hier – und geht am besten zahlreich hin um euch diese Lehrstunde der Demokratie friedlich anzuschauen.


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Was die Leute sagen